NRW Landtagswahl 2022

Aus der Krise lernen – Städte und Regionen in die Zukunft führen

krisenfest werden – StadtRegionen transformieren – neue Dynamik zum Gründen und Wachsen

Die Corona-Krise wie auch die Flutkatastrophe haben die Verletzlichkeit unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt und gleichzeitig die Versäumnisse etwa in der Krisenvorsorge oder der Digitalisierung aufgezeigt. In den Innenstädten und den Verflechtungsräumen der StadtRegionen hat die Krise den Strukturwandel weiter beschleunigt. Es entwickeln sich neue Formen des Zusammenlebens, des Arbeitens sowie des Austauschs an unseren Wirtschaftsstandorten. Der Weg in die Klimaneutralität, der demografische Wandel und die Weiterentwicklung zentraler Funktionen durch die beschleunigte Digitalisierung erfordern neue Konzepte, um die StadtRegionen als ökonomisch nachhaltige Standorte zu sichern. In der Krise sind viele wichtige Entscheidungen – Gründungen, Innovationen, Investitionen und Bildung - auch in den Unternehmen zurückgestellt worden. Nun gilt es, den Unternehmen die Möglichkeit zu eröffnen, diese Entscheidungen nachzuholen und eine neue Gründungs- und Wachstumsdynamik für die Städte und Regionen in NRW zu entfachen. 
Um die Qualität und Funktion von Stadt- und Ortsteilzentren zu erhalten oder gar zu stärken, müssen die Potenziale der Digitalisierung stärker für die Standortentwicklung genutzt werden. Es geht darum, stationär und digital zusammenzuführen, Smart-City-Konzepte zu fördern, beispielhafte Projekte zu unterstützen und gute „Prototypen“ in die „Serienreife“ zu übertragen. Die Pandemie hat die Schwächen in Wirtschaft und Verwaltung schonungslos offengelegt. Viele, besonders kleinere Unternehmen, können den Nachholbedarf nicht aus eigener Kraft stemmen. Die Unterstützungsangebote zur Digitalisierung sollten daher fortgeführt werden, um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.
 
In den vergangenen Monaten wurde die Krisenbewältigung etwa durch fehlende, digitale Anwendungen in den Gesundheitsämtern oder Schulen verzögert. Nun liegen viele digitale Anwendungen vor wie z.B. beim Impfausweis, Testnachweisen, Buchungstools, Registrierungs-Apps oder Warteschlangensystemen. Diese Erfahrungen sollten nun genutzt werden, um die infrastrukturellen Defizite aufzuarbeiten und die Vernetzung der digitalen Anwendungen und der Behörden weiter zu verbessern.   
 
In den besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen werden sich die Langzeitfolgen erst in den kommenden Jahren zeigen. Über eine neue Initiative „Neustart nach Corona“ sollte die kommende Landesregierung diese evaluieren sowie mit den betroffenen Branchen Vorkehrungen treffen und den ReStart organisieren. 

Forderungen:

  • Krisenfestigkeit stärken - "Lessons learned" aus Corona- und Flutkrise angehen
  • Innenstadt- und Zentren-Entwicklung konstruktiv begleiten, fördern und vereinfachen
  • 4.0 und KI: Digitalisierung forcieren – Gründerland NRW stärken 

Verwandte Themen:

Hier finden Sie die strategischen Leitlinien zur Landtagswahl in NRW von IHK NRW:
Zur Langfassung (PDF-Datei · 397 KB)
Zur Kurzfassung (PDF-Datei · 2002 KB)