Konjunktur

IHK NRW stellt Konjunkturbericht zum Frühsommer 2026 vor

Die aktuellen Umfragen zeigen deutlich: Eine wirtschaftliche Trendwende in Nordrhein-Westfalen ist derzeit nicht in Sicht. Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Prof. Dr. Torsten Schmidt (RWI) und IHK NRW-Präsident Ralf Stoffels wurden heute im MWIKE die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturberichts vorgestellt.
Ralf Stoffels, Präsident IHK NRW:
„Die nordrhein-westfälische Wirtschaft steht weiterhin unter erheblichem Druck. Die aktuellen geopolitischen Krisen, steigende Energiepreise und die anhaltende Verunsicherung bei Unternehmen und Konsumenten bremsen die konjunkturelle Entwicklung spürbar aus. Viele Betriebe reagieren zurückhaltend und verschieben Investitionen. Damit das Potenzial unserer Unternehmer zur Entfaltung kommen kann, braucht die Wirtschaft jetzt dringend strukturelle Entlastungen und Reformen. Dann kann in Nordrhein-Westfalen auch in einem schwierigen internationalen Umfeld die Zuversicht wachsen und das Land auf einen Wachstumskurs zurückkehren.“
Gleichzeitig zeigt sich aber auch: Viele Unternehmen in NRW verfügen über hohe Innovationskraft, starke industrielle Kerne und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gerade Diversifikation – bei Märkten, Lieferketten, Energieversorgung und Geschäftsmodellen – kann helfen, Krisen besser abzufedern und neue Wachstumschancen zu erschließen. Zahlreiche Betriebe beweisen bereits heute, dass Transformation und wirtschaftlicher Erfolg auch unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich sind.
Vom Bund erwarten wir daher schnelle Maßnahmen zur Senkung von Energie-, Arbeits- und Steuerkosten, weniger Bürokratie und Berichtspflichten sowie beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren. Dazu gehören unter anderem die angekündigte Stromsteuersenkung für alle, eine vorgezogene Unternehmenssteuerreform sowie weitere Entlastungen für Unternehmen, kleine und mittlere Einkommen.