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IHK NRW berichtet zur Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen

NRW-Konjunktur stabilisiert sich – Lage in den besonders betroffenen Branchen bleibt kritisch

Nach dem Rückschlag zu Jahresbeginn hat sich die konjunkturelle Entwicklung zum Frühsommer stabilisiert. In der Summe bewertet die NRW-Wirtschaft ihre Geschäftslage wieder besser. Auch die Aussichten auf die kommenden Monate sind vorsichtig aufwärts gerichtet. In den besonders von der Krise betroffenen Branchen dagegen spitzt sich die Lage zu.

NRW-WIRTSCHAFT AUF MÜHSAMEM ERHOLUNGSKURS

In der Konjunkturumfrage, die die IHKs in NRW im Mai 2021 mit mehr als 5.000 Antwortenden aus allen Branchen Nordrhein-Westfalens durchgeführt haben, hat sich die Stimmung weiter stabilisiert. Nach dem Rückschlag zum Jahresbeginn erreicht der Lageindikator erstmals seit Beginn der Krise den positiven Bereich. Im Vergleich zum Jahresbeginn stieg der Indikator um zehn Punkte auf nunmehr +4 Punkte an. Auch die Erwartungen an die kommenden Monate haben sich deutlich verbessert. Der Erwartungsindikator erreicht mit jetzt +5 Punkten ebenfalls den positiven Bereich. 

Die verbesserte Bewertung der Geschäftslage wird von der Industrie und dem Baugewerbe, zunehmend aber auch vom Großhandel getragen. Weiter stabilisiert die internationale Nachfrage die NRW-Konjunktur. Immer mehr schlägt sich dies positiv in den unternehmensbezogenen, wissensintensiven Dienstleistungsbranchen sowie in der Finanzwirtschaft nieder. Damit hat sich die Basis der konjunkturtragenden Branchen verbreitert. Mit der Konjunktur stabilisiert sich der Arbeitsmarkt. Erstmals seit Beginn der Krise sind die Beschäftigungsaussichten in Gänze wieder ausgeglichen. Dem knappen Fünftel der 5.000 Befragten (19 Prozent), die derzeit Personal einstellen wollen, stehen allerdings auch ebenso viele Unternehmen gegenüber, die mit weniger Mitarbeitern planen (19 Prozent). 

Kritisch sind die Beschäftigungsaussichten nach 14 Monaten der Krise vor allem in den besonders stark von der Krise betroffen Branchen. In den Branchen wie der Tourismuswirtschaft (-84 Punkte), dem Gastgewerbe (Lageindikator: -79 Punkte), den personenbezogenen Dienstleistungen (-54 Punkte) und in Teilen des Einzelhandels (-15 Punkten) spitzt sich die Geschäftslage im Jahr 2021 sogar nochmals zu. Mit den ersten Öffnungsschritten haben zwar viele Unternehmen wieder etwas Mut gefasst. Die Schritte eröffnen aber nur Wenigen auch eine tragfähige wirtschaftliche Perspektive. Mit sinkenden Inzidenzen und zunehmender Impfung gilt es, den betroffenen
Branchen für den Sommer weitere Öffnungsoptionen aufzuzeigen.

Die Konjunkturberichte von IHK NRW finden Sie hier:

Konjunkturentwicklung in den Regionen Nordrhein-Westfalens (IHKs in NRW)

Von Aachen bis Wuppertal - Die Ergebnisse der regionalen IHK-Konjunkturumfragen sind hier abrufbar. 

Konjunktur in Nordrhein-Westfalen 

Regelmäßig erstellt das RWI –- Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in Essen Konjunkturprognosen für Nordrhein-Westfalen. 

Mit der Sonderauswertung des ifo-Geschäfsklimaindex bietet die NRW.Bank einen regelmäßigen Überblick über die Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Konjunktur in Deutschland (DIHK) 

Der DIHK bietet Informationen zur Konjunktur & Wachstum deutschlandweit an.

Die Umfragedaten stammen aus Konjunkturumfragen in den Bezirken der 16 IHKs in NRW jeweils zu Jahresbeginn, im Spätsommer und im Herbst. Die Beteiligung liegt jeweils zwischen 3.000 und über 6.000 Betrieben aus allen Branchen in ganz NRW. Die Umfragen bilden ein repräsentatives Stimmungsbild der gewerblichen Wirtschaft vor Ort ab. Nach Wirtschaftszweigen verteilen sich die Antworten auf die Industrie (28 Prozent), die Bauwirtschaft (fünf Prozent), den Handel (24 Prozent) und die Dienstleister (40 Prozent). Die Einteilung der Wirtschaftszweige basiert auf der amtlichen Statistik der WZ 2008. Weitere Informationen zur Systematik finden Sie hier.

Konjunktur in Europa (Eurochambres) 

Ein detailliertes Bild des Geschäftsklimas in Europas Regionen zeichnet die europäische Kammerorganisation Eurochambres mit ihrem jährlichen Konjunkturbericht.