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IHK NRW berichtet zur Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Nach dem Wiederanfahren im Sommer hat sich die NRW-Wirtschaft zunächst deutlich erholt. In vielen Branchen hat sich die Geschäftslage stabilisiert; in den besonders von den Kontaktbeschränkungen betroffenen Branchen – etwa im Gast- und im Tourismusgewerbe - bleibt die Situation aber kritisch. Mit dem zunehmenden Infektionsgeschehen in Deutschland und weltweit steigt die Anspannung erneut. Deutlich wird, dass die Erholung mehr Zeit braucht. Ein zweiter Lockdown hätte unabsehbare Folgen für weite Teile der NRW-Wirtschaft.

In der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen haben sich mehr als 7.400 Unternehmen aus allen Landesteilen und Branchen NRWs beteiligt. 

In den Wochen nach dem Lockdown im März 2020 brachen die Geschäfte in nahezu allen Branchen der NRW-Wirtschaft ein. Mit Ausnahme der Bauwirtschaft fielen die Stimmungsindikatoren in den Konjunkturumfragen der 16 Industrie- und Handels-kammern auf einen historischen Tiefpunkt. Über den Sommer begann in vielen Branchen eine erste Erholung. Mit dem Anlaufen wichtiger Wertschöpfungsketten hat sich die Stimmung unter den NRW-Unternehmen stabilisiert. Auch die massiven Hilfen aus den Konjunkturprogrammen konnten die Lage in den Unternehmen stützen.

Der Geschäftsklimaindex zur Geschäftslage steigt zum Herbst entsprechend deutlich um 26 Punkte, bleibt aber weiter im negativen Bereich (minus sieben Punkte). Insbesondere in der besonders betroffenen MICE-Branche (Meeting, Incentive, Convention und Event), der Kultur- und Kreativwirtschaft und in Teilen des Gast- und des Tourismusgewerbes ist die Lage unverändert kritisch. Viele Unternehmen stehen hier nach einem halben Jahr ohne Umsätze vor dem Aus. 

Für die kommenden Monate bleiben die Unternehmen zurückhaltend. Der Index zu den Erwartungen verharrt weiter unter der Nulllinie (minus vier Punkte). Die Planun-gen der Unternehmen für das kommende Jahr bleiben restriktiv. Immer deutlicher wird, dass die Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Krise noch weit in das Jahr 2021 erforderlich sein werden. Hinzutritt der sich beschleunigende Strukturwandel in einigen Branchen.

Die Konjunkturberichte von IHK NRW finden Sie hier:

Weitere Informationen zur Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen Konjunktur in den Regionen Nordrhein-Westfalens (IHKs in NRW)

Von Aachen bis Wuppertal - Die Ergebnisse der regionalen IHK-Konjunkturumfragen sind hier abrufbar. 

Konjunktur in Nordrhein-Westfalen 

Regelmäßig erstellt das RWI –- Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in Essen Konjunkturprognosen für Nordrhein-Westfalen. 

Mit der Sonderauswertung des ifo-Geschäfsklimaindex bietet die NRW.Bank einen regelmäßigen Überblick über die Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Konjunktur in Deutschland (DIHK) 

Der DIHK bietet Informationen zur Konjunktur & Wachstum deutschlandweit an.

Die Umfragedaten stammen aus Konjunkturumfragen in den Bezirken der 16 IHKs in NRW jeweils zu Jahresbeginn, im Spätsommer und im Herbst. Die Beteiligung liegt jeweils zwischen 3.000 und über 6.000 Betrieben aus allen Branchen in ganz NRW. Die Umfragen bilden ein repräsentatives Stimmungsbild der gewerblichen Wirtschaft vor Ort ab. Nach Wirtschaftszweigen verteilen sich die Antworten auf die Industrie (28 Prozent), die Bauwirtschaft (fünf Prozent), den Handel (24 Prozent) und die Dienstleister (40 Prozent). Die Einteilung der Wirtschaftszweige basiert auf der amtlichen Statistik der WZ 2008. Weitere Informationen zur Systematik finden Sie hier.

Konjunktur in Europa (Eurochambres) 

Ein detailliertes Bild des Geschäftsklimas in Europas Regionen zeichnet die europäische Kammerorganisation Eurochambres mit ihrem jährlichen Konjunkturbericht.