Sie befinden sich auf der Seite der IHK NRW.
Möchten Sie diese Seite in einem Cookie als Ihre Heimat-IHK setzen?
Sie befinden sich auf der Seite der IHK NRW.
Bisher ist die als Ihre Heimat-IHK hinterlegt. Wollen Sie die Seite der IHK NRW in einem Cookie
als Ihre neue Heimat-IHK setzen?
Sie werden zum Angebot der weitergeleitet.
Nr. 7004212
Going International 2026
Maßnahmen und erwartete Auswirkungen des EU-Mercosur-Abkommens
Im Januar 2026 hat die EU den Weg für ein Freihandelsabkommen mit vier Mercosur-Staaten freigemacht. Das EU-Mercosur-Abkommen ist jedoch noch nicht in Kraft getreten, da zunächst eine Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof vorgesehen ist. Nach Angaben der EU-Kommission ist eine vorläufige Anwendung des Abkommens geplant.
Auf Mercosur-Seite beteiligt sind Argentinien, Uruguay und Paraguay. Das Abkommen soll Zölle senken, Marktchancen stärken und Nachhaltigkeitsstandards sichern. Mit dem Abkommen soll eine der größten Freihandelszonen weltweit entstehen – mit mehr als 700 Millionen Einwohnern.
Sobald das Abkommen in Kraft tritt, können Unternehmen aus der EU von den vereinbarten Regelungen profitieren. 37 Prozent der Unternehmen erwarten einen besseren Marktzugang und weniger Handelshemmnisse. Daraus können sich neue Absatzchancen und Beschaffungsmöglichkeiten ergeben.
Besonders relevant ist das Abkommen für den Rohstoffsektor und die Versorgungssicherheit in Europa: Die Mercosur-Staaten sind wichtige Produzenten zahlreicher kritischer Rohstoffe. Das Abkommen kann Unternehmen aus der EU den Zugang zu diesen Rohstoffen erleichtern und damit zu einer stabileren und sichereren Versorgung beitragen.
Darüber hinaus erhoffen sich viele Unternehmen Kostenvorteile durch den Abbau oder die Reduzierung von Zöllen. Gleichzeitig zeigt die Befragung eine zurückhaltende Investitionsplanung: Nur 7 Prozent der Unternehmen planen neue Investitionen oder die Erweiterung bestehender Investitionen im Zusammenhang mit dem Abkommen.
Für Unternehmen mit Interesse am Mercosur-Markt ist es daher besonders wichtig, die weiteren Entwicklungen eng zu verfolgen und sich frühzeitig vorzubereiten. Die Befragung zeigt jedoch, dass der Großteil der Unternehmen mit 84 Prozent bisher keine konkreten Maßnahmen getroffen hat.
Eine erste Orientierung zu wichtigen Vorbereitungsschritten bietet das Außenwirtschaftsportal NRW. Dort finden Unternehmen detailliertere Informationen darüber, wie sie sich jetzt schon vorbereiten können:Außenwirtschaftsportal NRW