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Nr. 6950878
Going International 2026
Chancen und Risiken von „Buy European“
Local-Content-Vorgaben werden international häufig als handelspolitische Schutzinstrumente eingesetzt, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Auch in der EU wird derzeit diskutiert, bei öffentlichen Aufträgen und Förderinstrumenten europäische Produktion und Wertschöpfungsanteile stärker zu berücksichtigen. Mit einem „Buy European“-Ansatz möchte die EU auf den weltweit zunehmenden Protektionismus reagieren und den europäischen Binnenmarkt schützen.
Nach Einschätzung der Unternehmen sind die erwarteten Auswirkungen eines „Buy European“-Ansatzes jedoch nicht einheitlich: Größte Sorge ist der höhere bürokratische Aufwand – insbesondere durch zusätzliche Herkunftsnachweise (57 Prozent). Als weitere zentrale Risiken nennen sie steigende Produktionskosten sowie mögliche Gegenreaktionen wichtiger Handelspartner, die den Marktzugang verschlechtern könnten.
Gleichzeitig sehen 43 Prozent der Unternehmen die Chance, dass ein „Buy European“-Ansatz ihre Wettbewerbsposition im EU-Binnenmarkt verbessern könnte. Eine mögliche Rückverlagerung von Produktion in die Europäische Union oder nach Deutschland (Reshoring) spielt aus Sicht der Unternehmen derzeit jedoch nur für einen kleineren Teil eine relevante Rolle.
Die IHK-Organisation hat sich in einem Impulspapier kritisch mit dem Ansatz und den möglichen Folgen beschäftigt (Stand Februar 2026).