IHK NRW

Positionen Wirtschaft und Verteidigung

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine starke industrielle Basis und ein dichtes Netz aus Unternehmen mit Kompetenzen im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hat im Land einen geschätzten Produktionswert von bis zu rund 22 Milliarden Euro und kann damit bis zu 2,8 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen.
Die Branche umfasst sowohl große Systemanbieter als auch eine Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen aus Industrie, IT, Maschinenbau, Elektronik oder Logistik. Insgesamt arbeiten in diesem Bereich in NRW schätzungsweise zwischen rund 85.000 und über 200.000 Beschäftigte.
Darüber hinaus sind viele weitere Unternehmen indirekt betroffen: Im Rahmen der staatlichen Gesamtverteidigung können etwa ein Drittel aller Unternehmen in Nordrhein-Westfalen in unterschiedlicher Form Leistungen erbringen – etwa in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Logistik, Produktion oder Telekommunikation.

Neue wirtschaftliche Chancen

Die steigenden Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben auf nationaler und europäischer Ebene schaffen langfristig wachsende Märkte. Unternehmen können von neuen Investitionen, Forschungsprogrammen und Beschaffungsprojekten profitieren. Besonders relevant sind dabei Technologien und Branchen wie:
  • Sensorik und elektronische Systeme
  • Robotik und autonome Systeme
  • Sicherheits- und Kommunikationstechnologien
  • Künstliche Intelligenz und Cyberabwehr
  • Luft-, Raumfahrt- und Fahrzeugtechnologien
Gerade Nordrhein-Westfalen verfügt durch seine industrielle Stärke, seine Forschungslandschaft und seine mittelständischen Zuliefernetzwerke über gute Voraussetzungen, diese Potenziale zu nutzen. Gleichzeitig ist der Ausbau von Innovationsökosystemen, insbesondere für neue Sicherheits- und Verteidigungstechnologien, eine wichtige Zukunftsaufgabe.

Impulspapier von IHK NRW

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine leistungsstarke industrielle Basis, die eine zentrale Rolle für die gesamtstaatliche Verteidigungsfähigkeit spielt. Angesichts geopolitischer Spannungen und sicherheitspolitischer Herausforderungen zeigt das Impulspapier „Wirtschaft und Gesamtverteidigung – Aktuelle Lage, Herausforderungen und Wirtschaftspotentiale“ von IHK NRW, wie Wirtschaft und Staat gemeinsam Verantwortung für die Gesamtverteidigung übernehmen können. Es skizziert Handlungsfelder für eine stärkere politische und wirtschaftliche Verankerung sicherheits- und verteidigungsrelevanter Themen in NRW.

Position der DIHK

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer positioniert sich zur Rolle der Wirtschaft in Fragen von Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit. Angesichts veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen rücken Resilienz, Versorgungssicherheit und industrielle Leistungsfähigkeit stärker in den Fokus wirtschaftspolitischer Debatten.
Das Positionspapier zeigt auf, welche Beiträge Unternehmen leisten können und welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um die Wirtschaft in Deutschland widerstandsfähiger aufzustellen. Dabei werden insbesondere Handlungsfelder wie Lieferketten, Energieversorgung, Fachkräfte und regulatorische Anforderungen adressiert.
Weitere Informationen und Einordnung bietet die vollständige Position der DIHK.

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