IHK NRW
IHK-Tagung „Gesamtverteidigung und Wirtschaft“
Im Rahmen der IHK NRW Fachtagung in Düsseldorf diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sicherheitsbehörden die strategische Verzahnung von Gesamtverteidigung und Wirtschaftsschutz. Die Veranstaltung fokussierte zentrale Resilienzfaktoren wie den Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS), die praktische Umsetzung von Sicherstellungsgesetzen sowie die Intensivierung des Sicherheitsdialogs zwischen dem Landeskommando NRW und der gewerblichen Wirtschaft. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit robuster Versorgungsstrukturen und einer engen Kooperation zwischen staatlicher Verwaltung und Unternehmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts.
Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW begrüßt die Teilnehmer zur IHK-Tagung Gesamtverteidigung und Wirtschaft in Düsseldorf.
v.l.n.r. Philipp Koch, Leiter Stabsbereich International, Handelskammer Hamburg, Reinhold Wellen, Geschäftsführer Operativ, Agentur für Arbeit Hamburg , Dr. Monika John-Koch, Referatsleiterin KRITIS-Sektoren, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW, Dr. Ulrich Biedendorf, Geschäftsführer IHK Düsseldorf und Fachpolitischer Sprecher Wirtschaft und Verteidigung von IHK NRW , Dr. Rainer Kambeck, Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand, DIHK, Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer, IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
v.l.n.r. Oberst Dirk Franke, Landeskommando NRW, Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW.
Wie diese Verzahnung in der Praxis aussieht und welche regulatorischen Weichenstellungen notwendig sind, stand im Zentrum der Debatte in Düsseldorf. Unter der Moderation von Dr. Ulrich Biedendorf (Fachpolitischer Sprecher Gesamtverteidigung und Wirtscahft von IHK NRW), diskutierten Experten aus Bundes- und Landesbehörden die konkreten Umsetzungsschritte:
- Paul Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, brachte Impulse zur Bedeutung einer engen Verzahnung von Wirtschaft und Sicherheitsstrukturen ein.
- Henning Voß, Referat Wirtschaftsschutz/Geheimschutz in der Wirtschaft, Ministerium des Inneren NRW stellte Erfahrungen aus der Sicherheitspartnerschaft NRW als Beispiel einer
erfolgreichen Zusammenarbeit von Sicherheit und Wirtschaft vor. - Dr. Rainer Kambeck, Bereichsleiter Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittelstand, DIHK berichtete zur verteidigungspolitischen Lage aus Berlin.
- Dr. Monika John-Koch, Referatsleiterin KRITIS-Sektoren, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (tbc) und Philipp Koch, Leiter Stabsbereich International, Handelskammer Hamburg zeigten Empfehlungen für Unternehmen in der Gesamtverteidigung und dem Zivilschutz auf.
- Reinhold Wellen, Geschäftsführer Operativ, Agentur für Arbeit Hamburg stellte das Arbeitssicherstellungsgesetz vor.
- Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer, IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern berichtete zu den Auswirkungen der Sicherstellungsgesetze am Beispiel Verkehr.
Im Mittelpunkt standen der Schutz kritischer Infrastrukturen, die Kooperation mit der Bundeswehr sowie wirtschaftliche Auswirkungen gesetzlicher Regelungen im Verteidigungsfall. Ziel ist es, durch einen strukturierten Sicherheitsdialog die Resilienz von Unternehmen und dem Wirtschaftsstandort NRW zu stärken.