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Nr. 6945406
EU-Mercosur-Abkommen
Die EU darf diese Chance nicht verspielen: Europa braucht ein starkes Signal für eine regelbasierte Handelspolitik!
„Das Votum des Europäischen Parlaments zum EU-Mercosur-Abkommen ist ein Rückschritt. Nach 25 Jahren Verhandlungen war die Unterzeichnung am 17. Januar ein wichtiges Signal – nun droht erneut Stillstand“, sagt Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW. „Die anstehende Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof bedeutet zusätzliche Monate Verzögerung, die wir uns außenwirtschaftlich kaum leisten können. Gerade in diesen unsicheren Zeiten muss Europa neue Märkte erschließen und verlässliche Partnerschaften ausloten.“
Das EU-Mercosur-Abkommen würde einen konkreten Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherheit Europas leisten. Vorteile sind u.a. bessere Marktzugänge, Diversifizierung von Lieferketten sowie mehr Resilienz gegenüber globalen Risiken. Darüber hinaus würde Europa ein deutliches Zeichen gegen Abschottung und für eine aktive, regelbasierte Handelspolitik, gerade mit Blick auf USA und China, setzen.
Mit der aktuellen Entscheidung riskiert Europa Fortschritte bei Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und geopolitischer Handlungsfähigkeit. Für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bedeutet das: Sie müssen weiter warten, bis sie die Vorteile des Abkommens tatsächlich nutzen können. Besonders relevant ist dabei Brasilien – auf diesen Markt entfallen derzeit rund 80 Prozent der NRW-Exporte in die Mercosur-Staaten. Unter verbesserten Marktbedingungen könnten NRW-Unternehmen ihre Chancen dort deutlich ausbauen.