IHK NRW

Versorgungssicherheit stärken – Apotheken sind Teil der wirtschaftlichen Infrastruktur

Anlässlich des heutigen Apothekenprotests in Düsseldorf weist IHK NRW auf die wirtschaftspolitische Bedeutung einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung hin. Unter dem Motto „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen“ machen Apothekerinnen und Apotheker auf zunehmende strukturelle Herausforderungen aufmerksam.
Für die Wirtschaft in NRW ist klar: Eine verlässliche, wohnortnahe Versorgung mit Medikamenten ist weit mehr als ein Gesundheitsthema. Sie ist Teil der kritischen Infrastruktur und ein wichtiger Standortfaktor – für Unternehmen, Beschäftigte und ganze Regionen. Fehlende Versorgung kann zu Produktionsausfällen führen, Krankheitszeiten verlängern und die Attraktivität von Standorten, insbesondere im ländlichen Raum, schwächen.
„Apotheken sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Versorgungs- und Wirtschaftsstruktur“, betont Sandra Schmitz, gesundheitspolitische Sprecherin von IHK NRW. „Eine schnelle, persönliche Versorgung vor Ort lässt sich nicht durch Versandhandel ersetzen. Wenn Apotheken wegfallen, betrifft das unmittelbar auch die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft.“
Aus Sicht von IHK NRW besteht jetzt konkreter Handlungsbedarf:
  • Verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Apotheken schaffen, damit eine flächendeckende Versorgung langfristig gesichert bleibt.
  • Versorgungssicherheit als Teil der kritischen Infrastruktur politisch stärker verankern und bei allen Reformen im Gesundheitswesen mitdenken.
  • Regionale Versorgungsstrukturen gezielt stärken, insbesondere im ländlichen Raum, um Standortnachteile zu vermeiden.
IHK NRW unterstützt die Anliegen der Apotheken. Eine stabile Apothekenlandschaft ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für funktionierende Wertschöpfung, gesunde Beschäftigte und resiliente Regionen.