NRW Landtagswahl 2022

Fachkräfte entwickeln – Kompetenzen für die Zukunft

Berufsbildung und Bildungsinfrastruktur - Kompetenzen und Vertrauen schaffen

Bereits im Jahr 2022 fehlen dem IHK-Fachkräftemonitor folgend in Nordrhein-Westfalen 280.000 Fachkräfte: 86 Prozent davon im Bereich der beruflich Qualifizierten. Gleichzeitig nimmt die Zahl an jungen Menschen ab, die sich für die berufliche Bildung interessieren. Zum Start des Ausbildungsjahres 2021 standen für vier unbesetzte Ausbildungsplätze in NRW im Schnitt nur drei unversorgte Bewerber zur Verfügung. Daher gilt es, die duale Ausbildung weiter zu stärken und Unternehmen zusätzliche Wege zur Sicherung ihres Fachkräftebedarfes zu eröffnen. Fachkräftesicherung ist Standortsicherung.
Im Jahr 2021 verzeichneten die IHKs wieder mehr Ausbildungsverträge als in 2020 (+1,1 %). Allerdings konnte der Rückgang des letzten Jahres (13,5 %) damit nicht wett gemacht werden. Unter dem Strich heißt das, dass jetzt im zweiten Jahr in Folge etwa 9.000 Fachkräfte weniger ausgebildet werden als üblich. Dieser Corona-Effekt kommt zur Unzeit, denn die Demografie sorgt auf der anderen Seite dafür, dass in den 2020er Jahren immer mehr Fachkräfte den Arbeitsmarkt in Richtung Rente verlassen. Schwierigkeiten Auszubildende zu finden, haben vor allem die Branchen, die besonders unter den Schließungen leiden. Die Branchen geraten nun doppelt in die Klemme, wirtschaftlich durch die Einschränkungen und strukturell durch die fehlenden Auszubildenden.

Forderungen:

  • Berufliche Orientierung an Schulen stärken
  • Duale Ausbildung an Berufskollegs priorisieren
  • Zusätzliche Fachkräfteressourcen erschließen

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