IHKs in NRW unterstützen Nachfolgen

Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen haben mit der Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW (KBG) das Sonderprogramm „Wachstum/Nachfolge“ für die gewerbliche Wirtschaft aus Handel, Dienstleistung und Industrie vereinbart. Damit sollen Unternehmen unterstützt werden, sich für die Zukunft aufstellen und ihre Nachfolge regeln.

Bereits die „IHK-Studie zum Nachfolgegeschehen in NRW“ hat deutlich gezeigt: In den nächsten zehn Jahren werden die Inhaber von zirka 282.000 Unternehmen in NRW in den Ruhestand gehen und eine Nachfolge suchen. “Viele dieser Unternehmen sind dann zwar übergabereif, aber noch nicht übernahmefähig“, so André Berude, fachpolitischer Sprecher für Existenzgründung und Unternehmensförderung von IHK NRW. Er geht davon aus, dass etwa drei Viertel der Unternehmen keinen Nachfolger finden werden. Sie haben somit nur eine Chance, wenn sie die nächsten Jahre nutzen und den Grundstein für eine Zukunftsfähigkeit und ausreichende wirtschaftliche Tragfähigkeit ihres Unternehmens legen.

Viele notwendige Investitionen sind aber nur dann realisierbar, wenn die Finanzierung mit ausreichend Eigenkapital untermauert ist. Und hier setzt das Sonderprogramm an: Das vorhandene wirtschaftliche Eigenkapital des Unternehmens wird aufgestockt. Dabei richtet sich die Höhe der Beteiligung nach dem vorhandenen wirtschaftlichen Eigenkapital. Mit dem Programm sollen gewerbliche Unternehmen in NRW unterstützt werden, die Zukunftsinvestitionen tätigen möchten.
Durch das Sonderprogramm verbessert sich die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens, so dass eine Kreditfinanzierung ergänzt wird und somit viele Finanzierungen erst möglich gemacht werden.
Anders als bei privaten Beteiligungsgesellschaften hält die KBG als stille Gesellschafterin keine Anteile am Unternehmen und nimmt auch keinen Einfluss auf die laufende Geschäftsführung. Der Unternehmer bleibt der alleinige Inhaber und Gesellschafter. Interessierte Unternehmen können sich an ihre IHK vor Ort wenden. Von dort aus werden auch die Unterlagen der Antragstellung an die KBG NRW weitergeleitet. Diese wird zeitnah prüfen und im positiven Fall die Übernahme der stillen Beteiligung zusagen.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.