Konjunkturberichte Nordrhein-Westfalen  

IHK NRW berichtet zur Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Die Stimmung in der NRW-Wirtschaft bleibt angespannt; der Rückgang bei der Geschäftslage hat sich aber verlangsamt; die Aussichten auf die kommenden Monate haben sich, wenn auch auf niedrigem Niveau, stabilisiert. Damit wächst die Hoffnung, dass sich die konjunkturelle Abkühlung abschwächt. Sorge bereiten vor allem die bekannten, wie die neu hinzu getretenen Unsicherheitsfaktoren für die Weltwirtschaft. Im vergangenen Jahr hatte sich die Stimmung in der NRW-Wirtschaft deutlich eingetrübt. Die Konjunkturindikatoren zur Lage und zu den Erwartungen fielen deutlich. Damit wuchs die Gefahr einer konjunkturellen Abkühlung. 

In der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen, an denen sich mehr als 6.000 Unternehmen aus allen Landesteilen und Branchen NRWs beteiligt haben, hat sich die Stimmung zu Jahresbeginn 2020 ein Stück weit stabilisiert. Zwar beurteilen die Unternehmen branchenübergreifend ihre Geschäftslage nochmals leicht schlechter als in der Herbstumfrage. Der Indikator zur Geschäftslage verliert nur noch leicht um zwei Punkte und behält ein weiterhin hohes Niveau von 24 Punkten. Die Geschäftslage wird weiter von der Binnenkonjunktur getragen. In den stärker außenwirtschaftlich orientierten Branchen, insbesondere in der Industrie, ging die Stimmung im vergangenen Jahr deutlicher zurück. Die nachlassende Dynamik in der Industrie hat sich jedoch noch nicht auf die Wertschöpfungsketten und den Arbeitsmarkt niedergeschlagen, entsprechend blieb die Binnenkonjunktur stabil. 

Mit Blick auf die kommenden Monate sind die Unternehmen branchenübergreifend wieder etwas optimistischer als noch in der Herbstumfrage. Der Indikator zu den Erwartungen stieg um vier Punkte und liegt nur noch leicht im negativen Bereich (-1 Punkt). 19 Prozent der Unternehmen erwarten eine bessere, 20 Prozent eine schlechtere Entwicklung für das Jahr 2020. 

Die Erwartungen haben sich erfreulicherweise in allen betrachteten Sektoren stabilisiert. Kurzfristig ist eine schnelle Trendumkehr nicht in Sicht. Wie in einer Abkühlungsphase zu erwarten, fallen bei einigen Unternehmen die Planungen restriktiver aus. Negative Rückwirkungen für die Binnenkonjunktur in NRW sind nicht auszuschließen, insbesondere falls neue Risiken etwa als Folge der Coronavirus-Infektionen auf die NRW-Konjunktur durchschlagen. 

Die Konjunkturberichte von IHK NRW finden Sie hier:

Weitere Informationen zur Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen Konjunktur in den Regionen Nordrhein-Westfalens (IHKs in NRW)

Von Aachen bis Wuppertal - Die Ergebnisse der regionalen IHK-Konjunkturumfragen sind hier abrufbar. 

Konjunktur in Nordrhein-Westfalen 

Regelmäßig erstellt das RWI –- Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in Essen Konjunkturprognosen für Nordrhein-Westfalen. 

Mit der Sonderauswertung des ifo-Geschäfsklimaindex bietet die NRW.Bank einen regelmäßigen Überblick über die Konjunkturentwicklung in Nordrhein-Westfalen. 

Konjunktur in Deutschland (DIHK) 

Der DIHK bietet Informationen zur Konjunktur & Wachstum deutschlandweit an.

Die Umfragedaten stammen aus Konjunkturumfragen in den Bezirken der 16 IHKs in NRW jeweils zu Jahresbeginn, im Spätsommer und im Herbst. Die Beteiligung liegt jeweils zwischen 3.000 und über 6.000 Betrieben aus allen Branchen in ganz NRW. Die Umfragen bilden ein repräsentatives Stimmungsbild der gewerblichen Wirtschaft vor Ort ab. Nach Wirtschaftszweigen verteilen sich die Antworten auf die Industrie (28 Prozent), die Bauwirtschaft (fünf Prozent), den Handel (24 Prozent) und die Dienstleister (40 Prozent). Die Einteilung der Wirtschaftszweige basiert auf der amtlichen Statistik der WZ 2008. Weitere Informationen zur Systematik finden Sie hier.

Konjunktur in Europa (Eurochambres) 

Ein detailliertes Bild des Geschäftsklimas in Europas Regionen zeichnet die europäische Kammerorganisation Eurochambres mit ihrem jährlichen Konjunkturbericht.