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IHK-Berufsausbildung aus NRW bundesweit Spitze - 49 Teilnehmer/innen bei der Bundesbestenehrung

Von insgesamt 227 Bundesbesten in 218 verschiedenen Berufen, die am 12. Dezember 2011 in Berlin für Ihre außergewöhnlichen Leistungen ausgezeichnet wurden, kamen 49 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen. Damit bildet NRW die größte Gruppe unter den Bundesbesten.
DIHK-Präsident Hans-Heinrich Driftmann beglückwünschte die Preisträger in seiner Eröffnungsrede: "Sie sind die besten Azubis Deutschlands in Ihrem Beruf und haben sich unter mehr als 300.000 Teilnehmern an den IHK-Abschlussprüfungen in diesem Jahr durchgesetzt. Sie haben nun die besten Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben." Der DIHK-Präsident dankte außerdem den Ausbildungsbetrieben, Eltern und Berufsschullehrern für ihren erheblichen Anteil am Erfolg der Super-Azubis. Driftmann mahnte in seiner Rede, die duale Ausbildung erfolgversprechend auch in die europäische Bildungspolitik einzubringen. Aktuell werde diskutiert, welchen Stellenwert die duale Ausbildung im Verhältnis zum Abitur habe. "Für mich ist die Sache klar: Wer eine dreijährige Ausbildung hinter sich hat, liegt in jedem Fall mit dem Abitur mindestens gleichauf", so Driftmann.
Zur aktuellen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt betonte der DIHK-Präsident: "Die Betriebe suchen heute händeringend die Jugendlichen – und nicht mehr so sehr die Jugendlichen die Betriebe." Er erinnerte daran, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut seien wie seit dem Wiedervereinigungs-Boom nicht mehr. Für die Unternehmen habe das allerdings eine Kehrseite: Sie könnten immer häufiger Ausbildungsplätze nicht besetzen. Auch für Nordrhein-Westfalen bestätigt IHK NRW-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Mittelstädt diese Tendenz. "Bis zum 30.09.2011 haben die IHKs in NRW 74.371 Berusfausbildungsverträge für 2011 eingetragen. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig standen nach Angaben der Regionaldirektion NRW der Agentur für Arbeit 4.395 unbesetzten Ausbildungsstellen nur 3.754 unversorgte Ausbildungsplatzsuchende gegenüber."
"Trotz allen Klagen über mangelnde Bewerberqualität und Ausbildungsreife zeigt der hohe Anteil erfolgreicher jungen Menschen aus NRW bei der bundesweiten Bestenehrung, dass die Auszubildenden zusammen mit den Unternehmen und Berufskollegs in der Lage sind, hervorragende Leistungen während der Ausbildung zu entwickeln, die dann von den IHKs geprüft werden können.", so Dr. Mittelstädt.
Weitere Informationen auch unter: www.dihk.de/bestenehrung