Thomas Meyer ist neuer Präsident von IHK NRW

  • Mit starker Stimme aus Wuppertal für NRW in Düsseldorf und Berlin
  • Digitalisierung und berufliche Bildung sind die größten Herausforderungen in NRW
  • Andreas Schmitz, Präsident der IHK Düsseldorf, wurde in den Vorstand von IHK NRW gewählt

Thomas Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der TKM Gruppe mit Sitz in Remscheid, wurde heute zum neuen Präsidenten der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen e. V. (IHK NRW) gewählt. Der 62-jährige ist seit dem Jahr 2013 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Wuppertal-Solingen-Remscheid und seit November 2016 Vizepräsident von IHK NRW.

Neu in den Vorstand von IHK NRW gewählt wurde Andreas Schmitz, Präsident der IHK Düsseldorf. Herr Schmitz ist Prokurist der HSBC Germany Holdings GmbH in Düsseldorf.

Thomas Meyer setzt in seinen Dankesworten auch die Agenda für seine Amtsperiode: „Wir müssen erheblich mehr in die berufliche Bildung und in die Digitalisierung unserer Unternehmen investieren. Damit beugen wir dem drohenden Fachkräftemangel vor und sorgen vor, dass unsere Wirtschaft den Umbruch in den Arbeitsprozessen reibungslos bewältigt. Wir wollen uns ehrgeizige Ziele setzen und NRW wieder an die Spitze der Bundesländer führen.“

Meyer führt seit 1993 die TKM Gruppe, ein 100prozentiges Familienunternehmen, damals 120 Mitarbeiter und heute rund 850 Mitarbeiter, die auf die Fertigung von hochwertigen Maschinenmessern für die Papier-, Metall-, Holz- und Kunststoffindustrie spezialisiert ist und derzeit über sieben Vertriebs- und Produktionsstandorte in Europa sowie sechs Vertriebs- und Servicestandorte in Europa, Asien und Amerika verfügt. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 130 Millionen Euro. Meyer studierte während seiner Bundeswehrzeit Maschinenbau und absolvierte im Anschluss ein Aufbaustudium im Bereich Wirtschaft. Vor seinem Eintritt in die TKM Gruppe war er acht Jahre für die Barmag AG in Remscheid und zwei Jahre für die Monforts GmbH in Mönchengladbach tätig. Darüber hinaus ist Thomas Meyer seit 5 Jahren als Ehrenrichter am Finanzgericht Düsseldorf und im Beirat einer großen Bank aktiv.

Mit der IHK-Organisation ist Thomas Meyer seit rund neun Jahren eng verbunden. Im Jahr 2009 wurde er Mitglied der Vollversammlung der IHK zu Wuppertal-Solingen-Remscheid und ist seit dieser Zeit auch im Finanz- und Steuerausschuss der IHK tätig. Vor knapp fünf Jahren wurde er zum Präsidenten der IHK zu Wuppertal-Solingen-Remscheid gewählt und im vergangenen Mai in diesem Amt bestätigt. Seit November 2016 ist er zudem Vizepräsident von IHK NRW und im Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Neben seinem Engagement für Bildung und Digitalisierung erhofft sich Meyer von der Landesregierung genauso wie von der künftigen Bundesregierung mehr Verständnis für die Belange der Wirtschaft. „Gerade in NRW wurden die Unternehmen zu oft mit immer neuen Auflagen belastet. Ich hoffe, dass sich nach dem Abschluss der langen Regierungsbildung in Berlin die Bundespolitik wieder den drängenden Problemen wie Infrastruktur, Fachkräftesicherung und Bürokratieabbau annimmt. Ein gutes Beispiel ist die neue Landesregierung in NRW: Sie hat im ersten halben Jahr viele der Debatten der vergangenen Legislaturperioden aufgegriffen, teilweise abgeräumt oder Themen, die in einer Sackgasse steckten, neuen Schwung gegeben. In NRW haben wir nun ein – auch konjunkturbedingtes gutes Zeitfenster, in dem wir viel für unser Bundesland erreichen können, auch wenn um die Details sicher noch hart gerungen werden muss.“

Naheliegend steht für die IHK-Organisation die berufliche Bildung im Mittelpunkt. Allein in NRW betreuen die 16 IHKs mit rund 30.000 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern knapp 180.000 Auszubildende und tragen jährlich rund 70.000 neue Ausbildungsverträge ein. Das sind über 60 Prozent aller Ausbildungsverträge in NRW. „Angesichts der Herausforderungen aus der Digitalisierung werden wir unser Engagement und unsere Angebote vor allem in der betrieblichen (Weiter-) Bildung deutlich erweitern müssen“, so Meyer weiter.

Thomas Meyer folgt im Amt des Präsidenten der IHK NRW auf Ralf Kersting, der das Amt seit dem Jahr 2014 ausübte. Wegen eines beruflichen Wechsels legte er zum Jahresende 2017 seine IHK-Ämter nieder. „Ralf Kersting hat mit Leidenschaft für die Unternehmen in unserem Land gekämpft und hat mit seiner Idee eines Masterplans für die Wirtschaft NRWs die wirtschaftspolitische Debatte in NRW mit neuem Leben gefüllt, dies ist weit über seine Amtszeit hinaus spürbar“, würdigte Meyer die Arbeit seines Vorgängers.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.