So schnell altert die Belegschaft - IHKs bieten Unternehmen Demografierechner im Internet

Unternehmen können sich jetzt buchstäblich selbst „leicht ausrechnen“, wann ihnen der Fachkräftemangel droht. Elf nordrhein-westfälische Industrie- und Handelskammern bieten ihnen seit heute (10. Juni) im Internet einen Demografierechner an. Mit diesem Instrument können die Betriebe anhand der eigenen Mitarbeiterdaten ermitteln, wo und wie sich die Altersstruktur der Belegschaft künftig ändert und neue Mitarbeiter dringend benötigt werden. „Klar ist, dass die Belegschaften durchschnittlich immer älter und in vielen Berufsgruppen verstärkt Fachkräfte knapp werden“, erläutert Franz Roggemann, Geschäftsführer der IHK NRW und betont: „Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Großbetriebe.“ Auch kleine Unternehmen müssen sich dem Problem stellen. Hierzu stellt der IHK-Demografierechner die Zahlengrundlage zur Verfügung. Der IHK-Demografierechner macht die Zukunft des eigenen Personals transparent, indem er die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Berufsgruppen und Qualifikationen abbildet und dabei auch die Erfahrungswerte für die jährlichen Zu- und Abgänge berücksichtigt. Angezeigt werden die jährlichen berufsspezifischen Ersatzbedarfe durch Renteneintritt und Fluktuation bis zum Jahr 2030. Dabei gibt es Vergleichsmöglichkeiten mit der Region und der Branche, in denen sich das Unternehmen befindet. Viele Unternehmen unterschätzen weiterhin die Wucht, mit dem der demografischen Wandel sie treffen wird. Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Schon in diesem Jahr liegt der Mangel an Fachkräften in NRW bei 307.000. Gemeint ist die Differenz aus der voraussichtlichen Nachfrage und dem vorhandenen Angebot. Und für das Jahr 2020 sieht es noch bedenklicher aus: 360.000 Fachkräfte insgesamt fehlen in sieben Jahren. Besonders kritisch ist die Lage bei beruflich qualifizierten Fachkräften: 272.000 fehlen in 2013, 333.000 in 2020.

Link: http://www.demografierechner-nrw.de