Restart für die NRW-Wirtschaft nach Corona: Jetzt am Ball bleiben!

Für die heute in Berlin stattfindende Diskussion um ein breites Konjunkturpaket hat IHK NRW Präsident Thomas Meyer Vorschläge zur Unterstützung der NRW-Wirtschaft eingebracht:

„Für das Konjunkturpaket des Bundes haben die Liquiditätssicherung und Eigenkapitalstärkung oberste Priorität: Um das Überleben in den Branchen Veranstaltungen, Tourismus und Gastgewerbe zu sichern, benötigen die Unternehmen jetzt weitere Überbrückungshilfen.

Damit die Wirtschaft richtig in Schwung kommt, brauchen die Unternehmen aber langfristig liquide Mittel: Erstens sollte das rücktragbare Verlustvolumen (derzeit max. 1 Mio. Euro) erhöht werden, zweitens sollte der Rücktragzeitraum (derzeit nur ein Jahr) erweitert werden und drittens sollte die Mindestbesteuerung (zeitlich begrenzt bis Ende 2022) ausgesetzt werden.

Der Wiederaufbau wird letztlich nur durch die Aktivierung privater Mittel und Investitionen gelingen. Die Unternehmen brauchen – wo immer möglich – Freiräume, um auch unter den geänderten Rahmenbedingungen im Geschäft zu bleiben bzw. neue Geschäfte zu erschließen. Hierfür ist die Einführung der degressiven AfA entscheidend. Flankierend sollte Nordrhein-Westfalen die Grund- und Gewerbesteuer wirtschaftsfreundlich ausrichten. Und auch die Kommunen sind gefordert, denn vor Ort würde vielen Unternehmen bereits eine Flexibilisierung bestehender Regelungen wie z.B. für die Außengastronomie, Nachanlieferungen im Handel und Sonntagsöffnungen den Unternehmen helfen.“

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.