Kein Abschluss ohne Anschluss - IHKs in NRW schaffen Transparenz für die Berufsorientierung

Die Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen stärken mit einer Plattform die landesweite Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf NRW". Die Initiative sorgt dafür, dass Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Berufsfelderkundungen in Unternehmen erste Praxiserfahrungen sammeln können. Aktuell beschränken sich viele dieser praxisorientierten Berufsorientierungsangebote jedoch auf die Region der kommunalen Gebietskörperschaften. Denn die Landesinitiative wird kommunal koordiniert und mit den regionalen Partnern umgesetzt. Wer vor Ort keinen Platz in einem regionalen Unternehmen findet oder einen selteneren Berufswunsch hat, scheitert häufig, weil keine Informationen zu Berufsfelderkundungs- oder Praktikumsplätzen im näheren Umfeld vorliegen.

Mit der nun neu eingerichteten landesweiten Plattform schaffen die IHKs in NRW Abhilfe. Unternehmen können auf der Website ihren Standort auswählen und in fünf kurzen Schritten ihr Angebot an Berufsfelderkundungsplätzen auf den Buchungsseiten ihres Kreises oder ihrer Stadt eintragen. Diese Angebote können dann die Schülerinnen und Schüler in ganz NRW einsehen. "Gerade für große Filialbetriebe oder Unternehmen in Randbezirken von Kreisen und kreisfreien Städten war es bisher sehr mühsam, ihre Angebote für Berufsfelderkundungen bekannt zu machen", sagt IHK-NRW-Hauptgeschäftsführer Ralf Mittelstädt. "Mit der neuen Plattform haben nun Unternehmen Zugang zu allen Datenbanken, in denen diese Plätze vermittelt werden. Das schafft Transparenz für Unternehmen und erweitert die Anzahl von Berufsfelderkundungsmöglichkeiten für Jugendliche sehr deutlich."

In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Praxis- und Berufsfelderkundungsdatenbanken von den Kommunen - auch mit finanzieller Unterstützung der Wirtschaft - in Betrieb genommen. "Jetzt sorgen die IHKs für einen möglichst umfassenden Zugriff der Unternehmen auf diese Angebote."

Nur über betriebliche Praxisphasen lässt sich Berufsorientierung von Jugendlichen wirkungsvoll gestalten, sind die IHKs in NRW überzeugt. Damit kann dem spürbar zurückgehenden Interesse der Jugendlichen an betrieblicher Ausbildung begegnet werden. Gleichzeitig verhindert eine gute und praxisnahe Berufsorientierung auch Ausbildungsabbrüche und zeigt Perspektiven auf, die vor allem einem vorschnellen Weg in ein Studium etwas entgegensetzen können.

Zugang zur Plattform für Unternehmen und Jugendliche unter: www.kaoa-praxis.de