IHKs sichern Ausbildungsqualität – IHK-NRW-Fachsymposium voller Erfolg

Das heutige Fachsymposium von IHK NRW zur Qualitätssicherung in der Ausbildung war ein voller Erfolg. „Dass trotz des verheerenden Unwetters vergangene Nacht fast 50 Personen teilgenommen haben, freut mich sehr“, kommentierte Franz Roggemann, Bildungsgeschäftsführer von IHK NRW, die Resonanz. „Das zeigt, dass die Qualität in der Ausbildung immer wichtiger wird.“ Dabei machte die Veranstaltung eines deutlich: Die IHKs in NRW beschäftigen sich schon seit langem mit der Frage der Qualität und der Qualitätssicherung! Das rückte in der Vergangenheit aufgrund der Diskussionen um ausreichend Ausbildungsplätze oder Bewerber immer wieder in den Hintergrund - zu Unrecht, wie Roggemann erläutert. „Nur wenn die duale Ausbildung qualitativ hochwertig ist, kann sie auch in Zukunft ein attraktiver Karriereweg für junge Menschen sein und so einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Als IHK-Organisation war uns eine hohe Qualität schon in der Vergangenheit wichtig. Wir arbeiten daran, die Qualität in Zukunft weiter zu sichern und zu steigern.“ Das Fachsymposium begann mit einem Beitrag des Bundesinstitutes für Berufsbildung, der die verschiedenen Qualitätsbegriffe und Definitionen erläuterte. Nach diesem Auftakt, der gewissermaßen den theoretischen Hintergrund für die Veranstaltung bildete, erläuterte Herr Vohwinkel von der IHK zu Dortmund die Aufgaben der IHK-Ausbildungsberater. Zwei Punkte betonte Herr Vohwinkel besonders: 1. Die IHK-Ausbildungsberater sind Ansprechpartner für Ausbildungsbetriebe UND Auszubildende. 2. Die Problemlagen, die an Ausbildungsberater herangetragen werden, werden immer vielfältiger und haben oft ihren Ursprung nicht in der Ausbildung selbst - wenn man z. B. an überschuldete junge Menschen oder Probleme mit Suchterkrankungen denkt. Herr Urbanek von der IHK Düsseldorf setzte die Veranstaltung fort mit einem Beitrag zu den Möglichkeiten des Untersagens der Ausbildung. Er machte den Aufwand und die Schwierigkeiten eines Untersagungsverfahrens deutlich. Den ersten Teil schloss Frau Mager von der IHK zu Köln ab. Sie referierte über die immer heterogener werdende Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen. Nach einer kurzen Pause diskutierten Herr Taudt von der IHK Nord Westfalen in Münster und Herr Bonnmann vom Friedrich-List-Berufskolleg der Stadt Solingen. Herr Taudt verwies unter anderem auf eine unter Federführung der IHK in Münster gegründete Allianz für Qualität, bei der IHK, Sozialpartner und Berufskollegs gemeinsam versuchen, Ansätze zur Qualitätsverbesserung bei der Ausbildung im Gastgewerbe zu finden und umzusetzen. Herr Bonnmann ging insbesondere auf die verschiedenen Angebote des Berufskollegs für leis-tungsstarke und leistungsschwächere Jugendliche ein. Die Diskussion führte unter reger Beteiligung der Zuhörer im weiteren Verlauf zu Themen wie Qualität der jungen Leute oder Qualitätssicherung bei den IHK-Abschlussprüfungen und Gewinnung von ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern. Roggemann zieht ein positives Fazit: „Wir konnten die zahlreichen Aktivitäten der Unternehmen und IHKs deutlich machen und den Aufwand, den wir als IHK-Organisation zur Qualitätssicherung betreiben, einer breiten Öffentlichkeit vorstellen“.