IHK NRW trifft Fraunhofer in Euskirchen: Den neusten Trends auf der Spur

Welche technologischen Trends und Entwicklungen sichern die Wertschöpfung von morgen? Rund 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft sind der Einladung von IHK NRW nach Euskirchen in das Fraunhofer Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT gefolgt. Im Fokus der Veranstaltung standen Trends, wie 3D-Druck, Industrie 4.0, die digitale Transformation von Geschäftsmodellen und intelligente Stromnetze, kurz: Smart Grids.

„Wichtig ist es, aktuelle Trends, wie beispielsweise Industrie 4.0, aufzugreifen und Impulse aus NRW heraus zu setzen“, fordert Bert Wirtz, Präsident der IHK Aachen. „NRW verfügt zwar über eine Vielzahl an innovativen Unternehmen und erstklassige Forschungseinrichtungen, aber digitale Prozesse und neue Ertragsmodelle sind noch zu selten Gegenstand von Innovation“, so Wirtz weiter. „Für die Unternehmen in NRW ist es unerlässlich, die eigenen Geschäftsmodelle stets zu hinterfragen“, fordert Wirtz.

Professor Alexander Verl, Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft in München, stellte die Technologieangebote der Fraunhofer Gesellschaft mit Fokus auf Industrie 4.0 und digitale Geschäftsmodelle vor. Automatisierung und Digitalisierung sind Chance und Herausforderung zugleich. Mit Fraunhofer haben Unternehmen einen kompetenten Partner an der Seite, die technologischen Potentiale zu erkennen, weiterzuentwickeln und gewinnbringend umzusetzen. Damit trägt Fraunhofer in vielen Branchen zur Wertschöpfung in Deutschland bei“, betont Professor Verl.

Als Gastgeber und Institutsleiter informierte Professor Michael Lauster über die Arbeitsgebiete und die Arbeitsweise des Fraunhofer INT sowie wissenschaftliche Methodiken der Technologievorausschau. „Wir sind seit 40 Jahren verlässlicher Partner für Forschungsvorhaben in den Bereichen Technologieanalysen und strategische Planung“, erläutert Professor Lauster. „Wir sind offen für Kooperationen mit Unternehmen, vom regionalen Mittelständler bis zum internationale DAX-Konzern“, appelliert Professor Lauster an die regionale Wirtschaft. Ein Erfolgsbeispiel ist die Kooperation mit der ID Ingenieure & Dienstleistungen GmbH, ein direkter Nachbar aus Euskirchen.

Michael F. Bayer, industriepolitischer Sprecher von IHK NRW fasst die Ergebnisse zusammen: „Die Kooperationsbeispiele zwischen Fraunhofer INT und der Wirtschaft zeigen, wie ein erfolgreicher Technologietransfer in die Wirtschaft funktionieren kann“. „Denn nur wenn Wissenschaftler eng mit regionalen Unternehmen kooperieren, und wenn Forschungsergebnisse der Wirtschaft schnell und effizient zur Verfügung gestellt werden, können wir in NRW Zukunftsthemen und neueste Technologie aktiv mitgestalten“, bekräftigt Bayer.