IHK NRW fordert bessere Voraussetzungen für "Industrie 4.0"

Der Zusammenschluss der Industrie- und Handelskammern (IHK NRW) hat im Rahmen des „Innovationstages 2014“ bessere Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der Industrie gefordert und Türen in das „Internet der Dinge“ aufgestoßen. „Damit wir in NRW alle Potenziale einer vierten industriellen Revolution nutzen können, müssen nicht nur Wirtschaft und Wissenschaft hervorragend zusammenarbeiten“, mahnte Ralf Kersting, Unternehmer aus Olsberg und Vizepräsident von IHK NRW: „Auch die Politik muss die Wege in die Hochschulen offen gestalten, damit die ‚Industrie 4.0‘ kein Forschungsthema bleibt.“ Rund 200 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren der Einladung von IHK NRW nach Neuss zur 3M Deutschland GmbH gefolgt, um dort über das Thema „Industrie 4.0 - Die Produktion von morgen“ zu diskutieren. „Wir fördern und unterstützen Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft. Sie sind wichtig für Nordrhein-Westfalen als erfolgreicher Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. In verschiedenen Hochschulen des Landes ist es bereits Standard, die eigene Forschungsarbeit transparent zu machen. So lässt sich überzeugend begründen, warum jeder Cent für die Hochschulen gut investiert ist“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Nordrhein-Westfalen gilt als Deutschlands bedeutsamster Industriestandort. Viele dort forschende und produzierende Betriebe gehören aufgrund ihres Fachwissens zu den Weltmarktführern. Um diese Position zu wahren, müsse sich die Wirtschaft in NRW frühzeitig auf neue Entwicklungen einstellen können, mahnten zahlreiche Referenten aus der Unternehmenslandschaft. Zu diesen Entwicklungen zähle die digitale Vernetzung von Produktionssystemen, die als nächste industrielle Revolution und damit als „Industrie 4.0“ betrachtet wird. „Es müssen auch in Zukunft Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert werden“, betonte Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen und industriepolitischer Sprecher von IHK NRW: „Technologieoffene Projekte müssen auch weiterhin in einem vertrauensvollen Miteinander möglich sein, und eine leistungsfähige Infrastruktur mit flächendeckend glasfaserbasierten Breitbandanschlüssen muss sichergestellt werden – dann sind wir mit den innovativen Unternehmen in NRW auf dem Weg zur nächsten industriellen Stufe einen Schritt weitergekommen.

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