Hochschulzukunftsgesetz (HZG NRW) - Stellungnahme von IHK NRW

Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Dies manifestiert sich unter anderem im Anstieg der eingeworbenen Drittmittel der Hochschulen. Seit Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes (HFG) in 2007 hat die stärkere Autonomie der Hochschulen zu einem Anstieg der Drittmittel um ein Drittel geführt. Tatsächlich bleibt NRW aber deutlich hinter anderen Bundesländern zurück, da die Innovationstätigkeit in Nordrhein-Westfalen in Relation zum erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt geringer ausfällt als im Bundesdurchschnitt. Das Land verschenkt Wachstums-potential. In 2011 wurden in NRW 1,2 Prozent des BIPs für interne FuE-Aufwendungen in den Unternehmen aufgewendet. In Deutschland erreichte der Anteil knapp 2,0 Prozent. In Baden-Württemberg haben die Unternehmen sogar 4,1 Prozent des BIPs für FuE ausge-geben (Quelle: Stifterverband Wissenschaftsstatistik 2013). Um die Innovationstätigkeit im Land zu stärken, sollten sich die Hochschulen wie auch die Unternehmen für eine stärkere Zusammenarbeit öffnen. In diese Situation fällt nun die Änderung des Hochschulrechts in NRW.