Heutiges Treffen von Politik, Verbänden, der Regionaldirektion für Arbeit sowie der Unternehmen in NRW zur Integration von Flüchtlingen

Das heutige Treffen von Politik, Verbänden, der Regionaldirektion für Arbeit sowie der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Integration von Flüchtlingen war nach Ansicht von Ralf Kersting, dem Präsidenten der IHK NRW, „wertvoll, um die Vermittlung von anerkannten Asylbewerbern in die Unternehmen und das Wirtschaftsgeschehen zu fördern“. Kersting betonte, dass es außerordentlich wichtig war, zum ersten Mal alle Beteiligten an einen Tisch bekommen. „Es fehlt bislang an einer Koordination der vielen Aktivitäten“, so Kersting, das heutige Treffen sei „ein Auftakt gewesen, um die Anstrengungen aufeinander abzustimmen.“ Dies gelte beispielsweise für die Definition einheitlicher und arbeitsmarktnaher Standards zur Feststellung der beruflichen Qualifikation der Flüchtlinge.

Kersting weiter: „Wir brauchen unverändert mehr Sprachförderungskurse mit dem Abschlusslevel B 2, das Voraussetzung ist für die Aufnahme einer dualen Berufsausbildung. Hier hätten wir uns eine weitergehende Verpflichtung des Landes gewünscht. Dennoch würdigen wir angesichts der angespannten finanziellen Lage die Anstrengungen der Politik, hier im ersten Schritt zunächst einmal Transparenz über die vorhandenen Angebote zu schaffen.“

Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen hatten bereits in den vergangenen Wochen die Initiative ergriffen. Alle IHKs informieren und beraten Unternehmen in Abstimmung mit den Agenturen für Arbeit bei den teilweise schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen einer Beschäftigung von Flüchtlingen als Auszubildende oder Arbeitnehmer.

Dazu gibt es zentrale Ansprechpartner und Informationen über die Homepages. Die Kammern sind zudem in ihren Regionen beim Aufbau der regionalen „integration points“ einbezogen und bringen dort ihre Expertise ein. Bei der Integration von jungen Flüchtlingen in den Ausbildungsmarkt setzen die IHKs zentral ihre Fachleute für die Ausbildungsstellenvermittlung ein. „Die IHK-Organisation wird mit dem Aktionsprogramm „Ankommen in Deutschland – Gemeinsam unterstützen wir Integration“ ihren Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten“, so IHK-NRW-Präsident Kersting. „Damit leben wir unseren ganzheitlichen Auftrag für NRW und befähigen Menschen, die zu uns kommen.“ Diese Arbeit wird auch von der Politik anerkannt. So heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Auftaktkonferenz: „Die Flüchtlingskoordinatoren bei den Kammern übernehmen eine wichtige Brückenfunktion bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung, sei es durch die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, durch Organisation der Ausbildungsstellenvermittlung oder über weitere Unterstützungsangebote (z. B. „Willkommensbotschafter“).“

Weiter sagte Kersting: „Ich möchte an dieser Stelle einen Punkt ausdrücklich festhalten: Bei all unserem Engagement ist es wichtig, dass wir die Probleme der inländischen Gruppen nicht vergessen, z.B. die Langzeitarbeitslosen und schwächeren Jugendlichen. Integration in den Arbeitsmarkt darf sich vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen nicht nur auf Flüchtlinge beziehen. Auch hier gilt weiterhin unser Anspruch: Wir schaffen das!“

*IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen**